Deutsche Meisterschaft in der SCHARRena
- Vemke Voß
- 4. März
- 3 Min. Lesezeit

Am vergangenen Wochenende nahm unsere Frauenmannschaft an der Deutschen Meisterschaft in der SCHARRena in Stuttgart teil. Mit dem zweiten Platz in der 1. Liga Nord haben wir uns für dieses Highlight qualifiziert und trafen im Halbfinale auf den Südmeister aus Segnitz.
Nervöser Start ins DM-Wochenende
Am Samstagmorgen um 11 Uhr eröffneten wir mit dem allerersten Spiel der Meisterschaft das DM-Wochenende. Mit einem lautstarken Fanclub im Rücken starteten wir jedoch sehr nervös in die Partie. Viele Eigenfehler prägten unser Spiel, auch wenn wir gleichzeitig von Fehlern auf Segnitzer Seite profitierten. Der erste Satz war hart umkämpft, ging aber knapp mit 10:12 verloren.
Im zweiten Durchgang fanden wir leider überhaupt nicht zu unserem Spiel und mussten uns deutlich mit 4:11 geschlagen geben. Im dritten Satz konnten wir unsere Leistung zwar etwas steigern, doch in keiner Phase und in keinem Mannschaftsteil gelang es uns, an die Leistungen aus der Saison anzuknüpfen. So verloren wir auch den dritten Satz und damit die Chance auf das Finale.
Im Anschluss verfolgten wir die weiteren Halbfinalspiele von der Tribüne aus und genossen die tolle Atmosphäre in der Halle. Unser Gegner im Spiel um Platz drei stand schließlich fest: der TSV Dennach, der sein Halbfinale gegen den Ahlhorner SV mit 1:3 verloren hatte. Damit standen sich Ahlhorn und Segnitz am Sonntag im Finale gegenüber.
Leistungssteigerung am Sonntag
Am Sonntagmorgen waren wir erneut im ersten Spiel gefordert. Wir starteten mit derselben Aufstellung, mit der wir am Samstag beendet hatten: Chiara in der Mitte, Lisa und Vemke in der Abwehr sowie Annika und Jacqueline im Angriff.
Dieses Mal gelang uns ein deutlich besserer Start. Wir hielten gut mit, erspielten uns sogar eine kleine Führung, mussten den ersten Satz aber dennoch mit 6:11 abgeben. Schon hier war jedoch zu spüren, dass wir unsere Nervosität abgelegt hatten und deutlich stärker auftraten als am Vortag.
Im zweiten Satz wendete sich das Blatt: Mit druckvollem Spiel und konsequenten Aktionen gewannen wir deutlich mit 11:4. Auch im dritten Satz behielten wir die Oberhand und gingen mit 2:1 Sätzen in Führung. Besonders erfreulich war, dass wir in vielen Phasen zeigten, warum wir zurecht bei dieser Deutschen Meisterschaft standen. Im vierten Satz wollten wir den Sack zumachen, doch Dennach stemmte sich mit aller Erfahrung dagegen. Vor allem die kurz geschlagenen Bälle von Sonja Pfrommer setzten uns immer wieder unter Druck. Der Satz ging an Dennach – es kam zum entscheidenden fünften Satz. Wir liefen ständig einem Rückstand hinterher (2:6) und konnten unsere Leistung nicht vollständig abrufen. Jacqueline Sick kam für Annika ins Spiel und erfüllte ihre Aufgabe stark. Wir erspielten uns eine 8:7 Führung, mussten dann jedoch eine 3-Punkte-Serie von Dennach hinnehmen. Beim Stand von 8:10 wehrten wir zwei Matchbälle ab, mussten uns am Ende jedoch mit 10:12 geschlagen geben. Die Bronzemedaille ging somit an Dennach.

Rückblickend war in diesem Spiel mehr drin. Doch der TSV Dennach bewies mit seiner Erfahrung und mannschaftlichen Geschlossenheit, dass sie sich diese Medaille verdient hatten. Erfreulich zu erwähnen ist allerdings noch, dass Chiara zur MVP dieses Spiels gewählt wurde.
Stolz trotz verpasster Medaille

Nach unserem Spiel genossen wir noch die weiteren Partien, darunter das Spiel um Platz drei der Männer sowie die beiden Finalspiele. Die Atmosphäre in der Halle war überragend und machte das gesamte Wochenende zu einem besonderen Erlebnis.
Auch wenn wir am Samstag einen gebrauchten Tag erwischt haben, umso zufriedener sind wir mit unserer Leistung am Sonntag. Wir haben mit Freude gespielt, in vielen Phasen unser Potenzial gezeigt und gemerkt, was in uns steckt.
Wir gratulieren dem Ahlhorner SV zum zweiten Platz sowie den Segnitzer Mädels zur Deutschen Meisterschaft.
Ein großes Dankeschön geht an die Ausrichter für diese gelungene Veranstaltung sowie an unsere mitgereisten Fans. Wir haben euch jederzeit gehört und gespürt – danke, dass ihr die lange Reise auf euch genommen habt, um uns zu unterstützen!
Um 19:15 Uhr traten wir die Heimreise aus Stuttgart an und kamen um 2:45 Uhr nachts wieder in Kellinghusen an – müde, aber stolz auf dieses Wochenende und die Erfahrung auf nationaler Bühne.





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