u16 mit herausragender Saison
- Vemke Voß
- vor 1 Tag
- 4 Min. Lesezeit
Die wu16 des VfL Kellinghusen hat in dieser Saison wirklich vieles erlebt. Nachdem

man die Vorrunde souverän mit 16:1 Sätzen gewinnen konnte, musste man sich in der Zwischenrunde nach einem sehr knappen Gruppensieg im Halbfinale gegen Schwerin deutlich steigern, um die Qualifikation zur NDM perfekt zu machen. Der erste Satz verlief gar nicht nach den Vorstellungen der VfLerinnen, danach zeigte man allerdings Kampfgeist. Am Ende des Tages reichte es dann doch noch zum Sieg in der Zwischenrunde.
Norddeutsche Meisterschaft in Leipzig
Es folgte die NDM am 31.01 in Leipzig. Das Ziel war klar: Qualifikation zur DM. Doch leider kam man an diesem Tag gar nicht gut rein. Den ersten Satz gegen Schneverdingen konnte man sich zwar noch knapp mit 12:10 sichern, im zweiten Satz waren die Gegnerinnen dann aber deutlich wacher und so musste man diesen mit 8:11 abgeben.

Im zweiten Gruppenspiel wartete dann die SG SV Energie Görlitz / ESV Dresden. In diesem Spiel lief gar nichts, alle Mannschaftsteile hatten Probleme mit dem gegnerischen Spiel, selber konnte man keinerlei Akzente setzen und dazu kamen viele Eigenfehler, die am Ende zu einer klaren und verdienten 0:2 Niederlage (5:11; 3:11) führten.
Um sich jetzt doch noch zur DM zu qualifizieren musste ein Sieg im Viertelfinale gegen die starken Gastgeberinnen aus Leipzig her. Dafür war allerdings eine deutliche Leistungssteigerung in allen Mannschaftsteilen nötig. Und tatsächlich, durch einige Umstellungen innerhalb der Mannschaft, bekamen alle Spielerinnen nochmal deutlich spürbar neue Energie. Es folgte ein starker 2:0 Sieg (11:7; 11:8).
Das Ziel der Qualifikation zur DM war somit erreicht, doch nun hatten die Mädels Lust auf mehr und fanden auch wieder zu ihrem guten Spiel, welches sie schon in der Vorrunde zu Beginn der Saison zeigten. Damit konnte man die Revanche im Halbfinale gegen die SG aus Görlitz/Dresden klar mit 11:7; 11:6 für sich entscheiden und auch im Finale gegen Diepenau, in dem nochmal alle Spielerinnen zum Einsatz kamen, siegte man mit 2:0 Sätzen (11:5; 14:12). Mit diesem Erfolg im Finale krönten sich die Mädels zum Norddeutschen-Meister.
Deutsche Meisterschaft in Bretten
Nun sollte noch das Highlight der Saison folgen: die Deutsche Meisterschaft am 28./29.03 beim TV Bretten in Oberderdingen.
Leider musste man aus privaten Gründen auf Neela und Björk verzichten und so reisten die beiden Trainerinnen Jacqueline und Laura mit den sechs Spielerinnen Chiara, Lotta, Luise, Sherly, Marisol und Laja und ihren Fans am Freitag nach Baden-Württemberg.
Am Samstag traf man in der Gruppe A im ersten Spiel des Tages auf den TV Hallerstein. Die Abwehr hatte teilweise mit den etwas komisch abspringenden Bällen der Gegnerinnen zu kämpfen und auch die Absprache lief noch nicht wie gewünscht, am Ende konnten sich die VfLerinnen dennoch den ersten Sieg dieser Meisterschaft sichern (11:7; 11:9).
Das zweite Gruppenspiel gegen den Ausrichter der SG TV Bretten / FBC Offenburg entwickelte sich zu einem spannenden und sehr ausgeglichenen Spiel. Die Fehler aus dem ersten Spiel konnte man leider noch nicht wie gewünscht abstellen, doch über den Kampfgeist und mit Nervenstärke holte man sich am Ende den verdienten Sieg (15:14; 11:9).
Somit war auch der Gruppensieg und der damit verbunden Viertelfinaleinzug perfekt. Um das hochgesteckte Ziel Halbfinale zu erreichen, mussten sich alle Spielerinnen nochmal etwas steigern, denn der NLV Vaihingen hatte in ihren Gruppenspielen bereits gezeigt wie stark sie spielen können.
Im ersten Satz des Viertelfinals ging es hin und her. Beide Mannschaften zeigten tolle Leistungen und hatten die Chance den Satz zu gewinnen. Am Ende war es der VfL, der seine Chancen etwas besser nutze und den Satz 12:10 gewinnen konnte. Der zweite Satz war dann nur noch Formsache: bei Vaihingen ließen die Kräfte nach und die VfLerinnen hatten nun richtig Spaß am Spielen, ein klares 11:4 im zweiten Satz sicherte den Halbfinaleinzug. Die Freude war riesig und die Voraussetzungen für Sonntag klar: Top 4 ist ein sehr sehr gutes Ergebnis, alles was jetzt noch oben drauf kommt ist einfach unglaublich und somit kann man am Finaltag ganz befreit aufspielen.
Und genau das tat man am Sonntag im Halbfinale gegen Schneverdingen auch. Von Anfang an zeigten alle Spielerinnen super Leistungen, zu keinem Zeitpunkt ließ man die Gegnerinnen ins Spiel kommen. Man überzeugte mit guter Laune auf dem Feld und tollen spielerischen Aktionen in allen Mannschaftsteilen. Ein hochverdienter und klarer 2:0 (11:2; 11:5) Erfolg im Halbfinale und somit die sichere Medaille. Damit hätte man, gerade nach den schwankenden Leistungen im Laufe der Saison, nicht unbedingt rechnen können. Umso größer war daher natürlich die Freude bei allen.
Im zweiten Halbfinale konnte sich der MTV Diepenau gegen TSV Karlsdorf mit 2:0 durchsetzen, wodurch es im Finale eine Wiederholung des Finals der NDM gab.
Vom ersten Ball an sahen die Zuschauer ein hochklassiges und ausgeglichenes Spiel. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und konnten immer wieder durch gezielte Angriffe punkten. Nachdem man den ersten Satz noch mit 11:9 gewinnen konnte, musste man den zweiten Satz nach vergebenem Matchball leider mit 11:13 abgeben, somit musste der dritte Satz die Entscheidung bringen. Diepenau konnte ihre Leistungen auf allen Positionen weiter konstant bringen, das gelang den Spielerinnen aus Kellinghusen nun leider nicht mehr. Es schlichen sich leichtere Unsauberkeiten im Spielaufbau ein, platzierte Angriffe zu spielen wurde dadurch immer schwieriger und dazu kam der ein oder andere leichtere Fehler. Am Ende konnte sich Diepenau den Sieg und somit den Deutschen Meistertitel mit einem 11:6 im dritten Satz sichern. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle!
Bei den VfLerinnen war die Enttäuschung im ersten Moment natürlich sehr groß, war man doch so nah dran, den Titel aus dem letzten Jahr zu verteidigen, doch als es dann zur Siegerehrung ging, überwog dann zu Recht der Stolz über die gewonnene Silbermedaille: alle Spielerinnen konnten auf dem Podium wieder lächeln und ließen sich von den mitgereisten Fans feiern.






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